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Kooperationsmodelle & Preise

Nachfolgend finden Sie typische Kooperationsmodelle, wie sie im technischen Mittelstand (Engineering/Entwicklung/Anlagenumfeld) praktikabel sind. Die genannten Tagessätze sind Startpreise („ab") netto zzgl. USt. und werden im Angebot anhand des konkreten Projektkontexts präzisiert.

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Modell 1 — Initiale Entwicklungsphase: Full-time On-Site (Ramp-up)

Zweck: Maximaler Fortschritt in kurzer Zeit (Kick-off, Systemzugang, schnelle Iterationen, Tests/Integration vor Ort).
Einsatz: PoC → Pilot, Inbetriebnahme-/Troubleshooting-Phasen, kritische Meilensteine.
Modus: Vollzeit, 5 Tage/Woche vor Ort.
Preis: ab 990 € Tagessatz
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Modell 2 — Hybrid Full-time: überwiegend Remote + planbare Vor-Ort-Wochen

Zweck: Hohe Geschwindigkeit bei reduziertem Vor-Ort-Anteil; regelmäßige, planbare Präsenz für Reviews, Tests und Abnahmen.
Modus: ~80% remote, 1 Woche vor Ort alle 5 Wochen (Vollzeit vor Ort).
Preis: ab 790 € Tagessatz
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Modell 3 — Langfristige Teilzeit-Betreuung: Themenverantwortung & Weiterentwicklung

Zweck: Nachhaltige Ownership ohne Vollzeit-Headcount; Stabilisierung, kontinuierliche Verbesserung, Wissenstransfer.
Modus: 20 Std/Woche, ~80% Remote, 1 Woche Vollzeit vor Ort alle 10 Wochen (z. B. für Reviews, Tests, Integration).
Vertragsform: Unbefristeter B2B-Betreuungsvertrag mit 3 Monaten Kündigungsfrist.
Preis: ab 490 € Tagessatz

Agile Arbeitsweise & Lieferzyklen (Standard)

Unabhängig vom Abrechnungsmodell erfolgt die Entwicklung agil:

  • 2-Wochen-Zyklus mit Ergebnislieferung (Demo/Review + nächste Prioritäten)
  • Transparenter Fortschritt (Backlog, Sprint-Ziele, KPI-Tracking nach Bedarf)
  • Frühes Feedback zur Risikoreduktion (Technik, Integration, Abnahme)

Weitere Modelle (optional, je nach Scope)

Festpreis / Meilensteinbasierte Vergütung (Werkvertrag-Logik)

Geeignet für: Klar abgrenzbare Deliverables mit definierter Abnahme (z. B. Analysepaket, Modell-Audit, MPC-Konzept, Prototyp, Optimierungsmodul).
Abrechnung: Fixpreis je Meilenstein/Paket; Abnahme anhand klarer Kriterien.
Vorteil: Budgetklarheit und einkaufsfreundliche Struktur.
Hinweis: Bei unklarem Scope empfiehlt sich ein bezahlter Scoping-Sprint als Vorstufe.

Retainer / Service-Kontingent (optional mit Reaktionszeiten)

Geeignet für: Planbare Kapazität, regelmäßige Reviews, schnelle Unterstützung („keep-the-lights-on" + kleine Weiterentwicklungen).
Abrechnung: Monatskontingent (z. B. X Tage/Monat), optional mit definierten Response-Zeiten.

Scoping-Sprint (Workshop → belastbares Angebot)

Zweck: Scope schnell klären, Risiken/Abhängigkeiten sichtbar machen.
Ergebnis: KPI-Zielbild, Systemgrenzen, Daten-/Schnittstellenliste, Integrationsplan, Aufwandsschätzung und Angebotsmodell (T&M oder Meilensteine).

Build–Operate–Transfer (Aufbau → Betrieb → Übergabe)

Zweck: Schneller Start extern, anschließende Verankerung intern.
Leistung: Aufbau, Stabilisierung, Wissenstransfer, optional Recruiting-Support (Rollenprofil, Interview-Unterstützung) und strukturiertes Onboarding des internen Owners.

Kurz zur Einordnung der Kosten (interner FTE vs. extern)

Ein interner FTE mit 100.000 € Bruttogehalt kostet das Unternehmen (vereinfacht gerechnet) etwa ~720 € pro produktivem Tag.

Rechenbeispiel intern (FTE):

  • Arbeitgeberkosten (vereinfacht): ~120.000 € / Jahr (Gehalt + AG-Anteile)
  • + konservativer Overhead (IT/Arbeitsplatz/Führung/HR, Tools etc.): +20% ⇒ ~144.000 € / Jahr
  • Produktive Tage (z. B.): ~200 Tage/Jahr (Arbeitstage minus Urlaub/Krankheit/Trainings/sonst. Abwesenheiten)

→ Interne Vollkosten pro produktivem Tag: 144.000 / 200 = ~720 € / Tag

Preisfaktoren (warum „ab"-Preise sinnvoll sind)

Die konkreten Konditionen hängen typischerweise ab von:

  • Geografie & Reiseaufwand: Anfahrt, Übernachtungen, Spesen
  • Dringlichkeit / Verfügbarkeit: Express-Start, Stillstandssituationen, Wochenendfenster
  • Planbarkeit & Laufzeit: Kontingente/Long-Term ermöglichen bessere Konditionen
  • On-Site-Anteil & Rhythmus: Planbar vs. ad-hoc
  • Komplexität & Kritikalität: Produktionsrisiko, Safety-/Quality-Constraints, Inbetriebnahme
  • Scope-Klarheit: Klar definierte Deliverables vs. offene R&D-Fragestellungen
  • Tooling & Compliance: Zugänge, Datenlage, IT/OT-Vorgaben, Dokumentationsumfang
  • Reaktionszeiten / Service-Level: Vereinbarte Response-Zeiten
  • IP-/Rechte-Regelungen: Lizenz, Quellcode, Exklusivität

Vertrags- & Compliance-Bausteine (typisch)

  • NDA (Vertraulichkeit) nach Bedarf
  • AVV (Art. 28 DSGVO), falls personenbezogene Daten verarbeitet werden
  • Klare Regelung zu Abnahme, Change Requests, Zahlungszielen, Reisekosten, Haftungsrahmen (projektspezifisch)

IP-, Lizenz- und Exklusivitätsoptionen (auf Anfrage)

Je nach Projekt kann die Zusammenarbeit auch als Solution-on-Demand strukturiert werden:

  • Lieferung einer einsatzbereiten Lösung (z. B. Software-Modul/Algorithmus-Komponente/Toolchain).
  • Übliche Abgrenzung zwischen kundenspezifischen Ergebnissen (für den Kunden) und wiederverwendbarer generischer IP (Methodik, Libraries, Bausteine).
  • Optional: Lizenz-/Nutzungsrechtsmodell (z. B. pro Standort/Anlage/Modul oder Unternehmenslizenz) inkl. Wartung/Updates via Retainer.
Optionaler Schutz des Kunden (Competitor-Restriktion):

Es kann vereinbart werden, dass wir die entwickelte Lösung nicht an direkte Wettbewerber des Kunden verkaufen oder lizenzieren (z. B. als Branchen-/Competitor-Exklusivität für einen definierten Zeitraum und/oder Markt), wobei Umfang und Grenzen präzise vertraglich festzulegen sind.

Fazit

Die oben genannten Modelle sind bewährte Standards — darüber hinaus sind individuelle Strukturen möglich. Ob Tagessatz, Meilensteine, Retainer, Lizenzmodell oder Exklusivität: Wir gestalten die Zusammenarbeit so, dass sie zu Scope, Risiko, Budget und Ihrem Einkaufs-/Compliance-Prozess passt.

Die Kooperationsmöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt – wir finden einen sauberen, fairen Weg.

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die konkreten Bedingungen werden im jeweiligen Angebot und Vertrag verbindlich geregelt.

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